Firmen schützen ihr Wissen zu wenig |
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Firmen schützen ihr Wissen zu wenig Die zunehmende Wirtschaftsspionage vernichtet nach Ansicht von Experten in Deutschland jedes Jahr rund 50.000 Arbeitsplätze. Viele Unternehmen seien gegen Spionage, Konkurrenzausspähung und Computerattacken nicht ausreichend gewappnet.
"Der Verlust von Know-how bedeutet Verlust von Wettbewerbsfähigkeit und führt direkt zur Vernichtung von Arbeitsplätzen", warnte Udo Ulfkotte, Dozent für Sicherheitsmanagement an der Universität Lüneburg, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Bei einem Kongress in Bad Homburg berieten vom 26. bis 28. Juni rund 100 Experten aus aller Welt über Technologien zur Sicherung von Firmengeheimnissen. Vor allem die Chefs von kleinen und mittleren Unternehmen nehmen Sicherheit nach Ulfkottes Einschätzung „einfach nicht ernst genug“. In den meisten Fällen sei der Täter ein Mitarbeiter, aber auch technische Angriffe auf die Rechner der Firmen nähmen zu. Ulfkotte fordert Unternehmen auf, mehr Geld in die Sicherheit zu investieren und sich besser zu schützen. „Vorstand und Mitarbeiter müssen ein Bewusstsein dafür bekommen, wie wertvoll das Wissen ihres Unternehmens ist und wie stark jeder einzelne Arbeitsplatz davon abhängt“, sagte der Sicherheitsexperte. Seiner Einschätzung nach nimmt die Wirtschaftsspionage extrem zu. Im weltweiten Konkurrenzkampf versuchten Unternehmen, „zum Nulltarif Know-how abzuziehen“. Während im Jahr 2000 erst jedes zehnte deutsche Unternehmen Opfer von Ausspähen und Spionage war, sei es inzwischen jede vierte Firma. (dpa) |